Supervision am Change Campus

Der Begriff der Supervision wird vor allem in zwei verschiedenen Kontexten verwendet. Einerseits wird Supervision als Beratungs- und Beaufsichtigungsintervention bei Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen und Coaches verwendet. Dabei können sich Fachkolleg*innen gegenseitig besondere Erlebnisse und Ereignisse sowie die eigenen Handlungen darstellen und von den Kolleg*innen Feedback dazu einholen. Dies dient der eigenen Reflexion bzw. Klärung, aber eben auch der gegenseitigen Beaufsichtigung des eigenen Handels. Dieses kann und soll teilweise sogar bewertet und als bspw. zielführend oder problematisch für entweder Coachee oder Coach eingeordnet werden.

In Organisationen und Systemen (bspw. Familie, Arbeit, Freundeskreis uvm.) kann Supervision zu Klärung von Konflikten und zur Verbesserung von Kommunikation verwendet werden. Dies dient der Verbindung einzelner Teile zu einem großen Ganzen bzw. zur Bildung eines Gemeinschaftsgefühls sowie der Leistungssteigerung und Harmonie der Gesamtheit. Somit soll Supervision beratend auf die einzelnen Mitglieder bzw. Mitarbeiter*innen wirken und zu Selbstreflexion anregen.

Reflexion und Feedback

Wir sind alle “Gefangene unserer Gedanken” und können uns eben “nur” anhand unserer eigenen Erfahrungen und Wahrnehmungen Handlungsalternativen erschließen oder Problemstellungen “nur” auf Basis der uns zur Verfügung stehenden Sichtweisen betrachten. Wollen wir unsere Wahrnehmung und Handlungen nun reflektieren benötigen wir also einen sogenannten Supervisor, die oder derjenige uns dabei hilft neue Perspektiven zu erlangen und darüber neue Erkenntnisse zu erlangen. Diese Erkenntnisse müssen nicht direkt erlangt werden, sondern sollen vor allem einen Prozess einleiten und daher auch nach der Sitzung zu Gedankenanstößen führen.

Ist eine Supervision weiter vorangeschritten oder nicht direkt auf eine fachliche Problemstellung bezogen, kann auch “einfaches” Feedback zu Erkenntnissen führen. Feedback sollte immer mit einer wertschätzenden Haltung vermittelt werden und eher dazu dienen neue Lösungsansätze für etwas zu erschaffen, als die Realität des Supervisors auf ein anderes Problem anzuwenden. Der sogenannte Supervisand soll dann selbstständig entscheiden, ob und inwieweit dieses Feedback zu der eigenen Situation passt und darauf angewendet werden kann. Dieses Feedback kann durch den Supervisor oder durch Mitsupervisande vermittelt werden. Als klassische Feedbackmethode kann bspw. das Spiegeln von Verhalten aufgeführt werden. Dabei wird durch Supervisoren oder Mitsupervisanden gespiegelt welche Emotionen oder Reaktionen durch ein gezeigtes Verhalten oder Gesagtes bei anderen Personen ausgelöst werden könnte. Dies ließe sich dann auch auf die gezeigten Reaktionen der Patient*innen, Klient*innen oder Coachees übertragen und selbst geklärt werden, ob Situation (Umwelt) oder eigenes Verhalten destruktive Elemente aufweisen, welche die zu supervisierende Situation erklären könnte.

Es muss bei Supervision, entgegen der allgemeinen Meinung, aber kein Problem vorliegen. Supervision bzw. das Sprechen über das eigene Handeln und das Interagieren mit anderen Menschen kann zu einem Freiheitsgefühl führen, welches zu einer Linderung von eigenem Leidensdruck oder einfach nur zu der zwischenzeitlichen Klärung und der eigenen Achtsamkeit beitragen kann.

Ideen- und Gruppenaustausch

Supervision innerhalb von Gruppen dient vor allem dem Ideen- und Erfahrungsaustausch. Oft haben Kolleg*innen ähnliche Erfahrungen gemacht und können somit gegenseitig von dem Berichteten profitieren. So kann es sein, dass die Gruppe zur Klärung oder Lösung einer akuten Situation eines Einzelnen beitragen und gleichzeitig ebenso zu einer retrospektiven Klärung in anderen Teilnehmer*innen führen kann. Darüber hinaus profitiert die Gruppe natürlich auch präventiv, da über den Austausch bereits Lösungsansätze geschaffen wurden.

Über den direkten Austausch wollen wir außerdem ein Netzwerk rund um den Change Campus erstellen, innerhalb dessen eine Eigendynamik zur selbstständigen Supervision entstehen soll. Denn wir alle profitieren durch Supervision und dafür wünschen wir uns, dass wir uns gegenseitig Hilfe zu Selbsthilfe stellen können. Supervisions Treffen am Change Campus sollen dieses selbstständige Konstrukt ergänzen und neue Ansätze schaffen.

Digitale Supervision

Aufgrund der derzeitigen Lage haben wir aus der Not eine Tugend gemacht und mit Hilfe verschiedener digitaler Tools und Plattformen eine wertige Alternative zu einer Supervision in Präsenz erarbeitet und konnten bereits viele gute Erfahrungen sammeln.

Der Austausch online gestaltet sich aufgrund technischer Grenzen etwas anders und bedarf somit auch einer noch klareren Führung, als in Präsenzveranstaltungen. Innerhalb der digitalen Gruppensitzung müssen wir als Supervisoren besondere Aufmerksamkeit auf die Strukturierung und Moderation des Austausches legen. Darüber hinaus muss online eine neue Art der Flexibilität gelebt werden, um eine produktive Umwelt für alle Beteiligten zu schaffen. Haben bspw. einzelne Parteien tiefere Klärungsbedürfnisse, stehen den Teilnehmer*innen andere Räume für Einzelgespräche zur Verfügung. Zwischen Einzel- und Gruppenraum kann individuell gewechselt werden. Auch hier muss der Supervisor stetig abwägen, ob Diskussionen im Sinne der Gruppe geführt oder besser in Einzelgesprächen geklärt werden sollten und entsprechend moderierend handeln.

Preise

Supervision – Einzelsitzung

109,- € für ca. 1 Stunde

89,- € für Alumnies

Gruppen Supervision am Change Campus

21,- € für 2,5 Stunden Supervision für Alumnies und Student*innen.

31,- € für 2,5 Stunden Supervision für Externe.

Termine

Unsere Supervisoren

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Ilona Schumacher
Ilona SchumacherDipl. Psychologin & Professional Coach (DBVC zertifiziert)
Leadership Coaching auf Vorstandsebene
Einzel-, Team-, und Gruppencoaching
Managerial Coaching, Die Führungskraft als Coach
Kommunikations-, Sozialkompetenz und Mediation
Konflikt- und Krisenmanagement
Kreativität und Moderation
Persönlichkeitsentwicklung und Führungsberatung
Adrian Herrmann
Adrian HerrmannM.Sc. Klinische Psychologie und Psychotherapie & Systemischer Coach
Einzel-, Team- und Gruppencoachings
Persönlichkeitsentwicklung
Resilienz- & Ressourcenaufbau (Motivation, Volition, Selbstwirksamkeit & Salutogenese)
Moderation und Krisenintervention
Klinisch-soziologische und lernpsychologische Interventionen
Konstantin Persch
Konstantin PerschB.Sc. Psychologie und Systemischer Coach und Changemanager
Einzel-, Team- und Gruppencoachings
Persönlichkeits-, und Potenzialentwicklung von Nachwuchsführungskräften, Karriereorientierung
Reflexion der eigenen beruflichen Rolle, Außenwirkung und Auftreten
Kommunikation, Agilität und Motivation und Selbstbewusstsein
Tatjana Schumacher
Tatjana SchumacherB. Sc. Kommunikationswissenschaften
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Karrierorientierung
Refelxion der eigenen beruflichen Rolle, Außenwirkung und Auftreten
Kommunikation, Agilität und Motivation und Selbstbewusstsein