Projekt Beschreibung

Gesundheit schützen statt Krankheit bekämpfen.

“Solange wir funktionieren sind wir gesund” – So oder so ähnlich hat der Mensch Gesundheit definiert und Krankheit oder Störung als Gegenpol zu Gesundheit verstanden. Somit ist uns die Bekämpfung der Pathogenese – also der Krankheitsentstehung – und der Erkrankung per se geläufig. Jedoch haben wir uns sowohl privat als auch beruflich bisher wenig damit beschäftigt Krankheiten präventiv zu vermeiden bzw. Gesundheit zu stärken und darüber Entstehung von Krankheit und Störungsbildern vorzubeugen.

Entgegen der bisherigen Annahmen sollten Gesundheit und Krankheit nicht als sich gegenseitig auszuschließende Pole, sondern eher als Extrempunkte einer Achse oder als ein Kontinuum verstanden werden. Denn Gesundheit ist nicht gleichbedeutend mit der Abstinenz von (sichtbarer) Krankheit oder anders herum.

In der Salutogenese Ausbildung am Change Campus werden wissenschaftlichen Grundlagen zu dem Bio-Psycho-Sozialen Individuum – dem Menschen – sowie Aspekte der Gesundheitspsychologie vermittelt. Das Wissen über generelle sowie individuelle Bedürfnisse und Vulnerabilitäten (Verletzbarkeit) von Menschen und der Entstehung von Motivation, Wohlbefinden und Stress bilden die Grundlage einer salutogenetischen Intervention.

Salutogenese durch Stressvermeidung

Stressvermeidung oder auch Resilienz Training kann zu mehr Wohlbefinden im privaten wie auch beruflichen Umfeld führen und somit Lebensqualität erhöhen. Der Begriff der Resilienz steht für die psychische sowie mentale Widerstandsfähigkeit und beschreibt somit die Fähigkeit anhaltend beeinträchtigende und stressintensive Situationen zu bewältigen.

  • Gesundheits Fokus– Der Fokus liegt auf Gesundheitserhalt und Krankheitsvermeidung
  • Stressvermeidung – Weniger Stress bedeutet mehr Energiereserven.
  • Resilienzaufbau – Erhöhte Widerstandsfähigkeit für ein gesünderes Leben.
  • Kohärenzsinn – Ein Gefühl von Zufriedenheit und Zugehörigkeit.
  • Langzeitigkeit – Langzeiterfolge statt kurzfristige Besserung.

Stress und psychische Belastung können von außen meist nicht wahrgenommen werden und deshalb werden viele Betroffene mit ihren Sorgen und Leidensdruck allein gelassen. Daher ist es uns wichtig am Change Campus auch Aspekte, die nicht offensichtlich oder medizinisch diagnostisch darlegbare sind, Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Ein Leidensdruck bleibt ein Leidensdruck der behandelt werden soll, egal ob das eine andere Person nachvollziehen kann. Gerade um solchem Leiden vorzubeugen eignet sich eine salutogenetische Haltung und Herangehensweise und kann auch körperliche Leiden mildern. Denn auch das ist in der aktuellen Forschung klar – Körper und Geist sind keine voneinander getrennte Mechanismen. Sie sind eng miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig.

Probier es gerne mal und setz ein Grinsen auf (ein Stift zwischen den Zähnen kann als Hilfsmittel genommen werden) und warte den Effekt ab. Dein Körper wird durch das Grinsen Dopamin und Serotonin ausschütten und auch dein psychisches Befinden wird sich dementsprechend verändern. Tust du dir hingegen bei bester Laune weh, bemerkst du ebenso wie deine Laune sich trübt.

Lerne noch mehr Fakten über das Zusammenspiel von Körper und Geist, Resilienz und vieler weitere biomechanischer Faktoren kennen und hilf dir und anderen dabei durch dieses Wissen Gesundheit zu erhalten.

Unsere Dozent*innen

Das Individuum im Mittelpunkt

Ob Stressverarbeitung, Wohlbefinden, Gesundheits- und Krankheitsempfinden, Coping- bzw. Bewältigungsstrategien oder Wahrnehmung, all diese Prozesse sind stark abhängig von dem individuellen Menschen. Jeder und jede von uns bildet durch generationsübergreifend vererbte Genetik, äußerer und innerer biologischer Merkmale, eigener Erfahrungen und individuelle Wahrnehmung ein sich von jedem anderen unterscheidenden System, welches mit anderen Systemen kommuniziert bzw. in stetiger Wechselwirkung steht. Dies bedeutet einerseits, dass unsere Genetik zwar maßgeblich daran beteiligt ist wen wir darstellen, aber auch die psychische Wahrnehmung, Erziehung und kulturelle Einflüsse beeinflussen welche Person wir verkörpern und wie wir uns selbst oder auch unsere eigene Gesundheit sehen.

Change Campus Self Care Is Not Selfish

Der Kohärenzsinn

Ein Kernpunkt der Salutogenese bildet der Kohärenzsinn nach Antonovski (1987). Antonovski untersuchte in seinen Studien warum Menschen unter gleichen äußeren Umständen Stress oder sogar ein Trauma erleben, während andere Menschen scheinbar unbeeinflusst bleiben und keine kurz- oder langfristigen Folgen aufweisen.

Der Kohärenzsinn beschreibt das Gefühl von Zugehörigkeit und Zufriedenheit und geht nach Antonovski mit einem großen inneren Vertrauen einher. Dieses große innere Vertrauen muss jedoch von Selbstvertrauen getrennt betrachtet werden, da innerhalb des Kohärenzsinns das Vertrauen auch auf externe Objekte gelegt werden kann, wie bspw. die Sicherheit durch staatliche Kontrolle oder die Schutzwirkung einer Mutter für ihre Kinder. Personen mit einem großen Kohärenzsinn sollen folglich auch besonders stressresistent bzw. widerstandsfähig sein. Nach Antonovski setzt sich der Kohärenzsinn aus Verstehbarkeit, Sinnhaftigkeit und Handhabbarkeit zusammen.

Die Verstehbarkeit steht für das Verständnis über sich selbst, die sich stets verändernde Umwelt, wie auch die Wechselwirkung zwischen Individuum und der Umwelt. Kann ein Mensch aus vielen verschiedenen Informationsquellen schöpfen, kann das Individuum mehr Wissen zusammensetzen, die Problemlage besser verstehen und somit auch individuellere Lösungsstrategien erarbeiten.
Sinnhaftigkeit steht in dem Kontext des Kohärenzsinns für ein Gefühl von Bedeutsamkeit der eigenen Handlung bzw. der äußeren Umweltfaktoren. Für ein Individuum ist es somit von größter Wichtigkeit, dass der Sinn hinter einer Aufgabe gut kommuniziert und erleutert wird. Gleiches gilt für die Umwelt, wenn wir bspw. regnerisches Wetter als “schlechtes Wetter” definieren, wissen wir auch, dass es zwar für unseren Freizeitspaß unpassend sein kann, aber für die Umwelt umso wichtiger bzw. sinnhaft ist. Gleiches kann auch für den Arbeitsplatz oder sonstige Umweltfaktoren angewandt werden.
Handhabbarkeit oder auch Bewältigbarkeit beschreibt die eigene Überzeugung gewissen Aufgaben oder Situationen mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen meistern zu können. Im Gegensatz dazu kann die fehlende Überzeugung zu Motivationsverlust, Frustration und Stressreaktionen führen.

Die Inhalte unserer Salutogenese Ausbildung zielen auf den Erhalt von physischer und psychischer Gesundheit ab und umfassen theoretische Modelle, aktuelle Forschungsansätze und Erkenntnisse, zielgerichtet Anleitung von Interventionen und Tools. Die salutogenetische Arbeit kann sowohl mit einzelnen Individuen als auch mit Gruppen oder ganzen Organisationen durchgeführt werden. Um eine salutogenetische Haltung zu erhalten werden medizinische, psychologische, biologische wie auch soziologische Inhalte miteinander verknüpft und auf den Menschen angewandt. Ziel der Ausbildung ist es Dich und Dein Umfeld mit mehr Gesundheitsbewusstsein auszustatten, um privat zu profitieren, aber auch die Anleitung dieser Erkenntnisse innerhalb ökonomischer Interventionen anzuwenden und Mitarbeiter*innen zu schützten und proaktiv zu stärken.

Kontakt

Empathie und emotionale Intelligenz durch Salutogenese

Für eine salutogentische Ausbildung am Change Campus benötigst Du keine Vorkenntnisse oder Voraussetzungen. Wie auch bei unseren anderen Weiterbildungen sind für uns Ausbildung, Abschlüsse und Auszeichnungen eher sekundär, denn für uns steht der Mensch im Fokus. Eine interessierte und hinterfragende Einstellung, Spaß am Austausch und am Lernen sowie ein positives Mindset sind für uns wichtig. Die Coaching Ausbildung des Change Campus, ein Psychologie- oder Soziologiestudium oder eine pädagogische Ausbildung können als Grundlage helfen Inhalte schneller zu verstehen, diese zu verarbeiten sowie unseren systemisch-konstruktivisten Ansatz zu erweitern bzw. von anderen Perspektiven zu betrachten.

In unserer Salutogenese Ausbildung wollen wir die Aufmerksamkeit auf das Miteinander und das gegenseitig Verständnis sowie die Anteilsnahme lenken. Verstehen wir unser Gegenüber und können sehen welche Geschichte hinter einem Individuum steckt, haben wir sowohl Mitgefühl als auch ein besseres Verstädnis darüber was der Mensch benötigt bzw. wo wir proaktiv helfen können. Zielgerichtete Übungen und wissenschaftlich fundierte Informationen sollen diese Fähigkeiten während der Ausbildung ausbauen und durch die Anwendungsanleitung spezifischer Tools und Interventionen untermauert werden. Denn “nur” Empathie alleine ist zu wenig, um einem Menschen bei der Gesundheitserhaltung und Aufnahme neuen Lebensgewohnheiten nicht helfen, sondern muss durch gezielte Informationsgabe und Interventionen unterstützt werden.

Beigeisterung am Lernen und Helfen

Für uns sind die Einstellung zum Leben und Leernbereitschaft somit wichtiger als Noten und Abschlüsse. Wir sind auf der Suche nach Menschen die Freude daran haben zu “Geben” und sich sozial zu engagieren. Grundlegend ist somit für uns eine Bereitschaft die präsentierten Inhalte in einem Selbststudium zu vertiefen und sich auch über die Ausbildung hinaus mit Mensch und Gesundheitserhalt zu beschäftigen und das Umfeld mit einem neuen Blick zu beobachten und Verhalten gezielt ändern zu wollen. Genau dafür haben wir den Change Campus gegründet und laden Euch alle ein einfach vorbei zu kommen, uns und unser Alumni Netzwerk kennenzulernen und mit uns zusammen zu wachsen. Wir freuen uns auf Dich!

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