Emotionale Intelligenz als Erfolgsfaktor in Krisenzeiten

Ein Großteil der Menschen werden von ihren Emotionen kontrolliert und sind nicht dazu in der Lage, diese zu erkennen und sinnvoll zu nutzen. Woran liegt das? Ein Bewusstsein für Emotionen zu schaffen wird uns in der Schule nicht beigebracht ­– zu oft fehlen uns dadurch die Fähigkeiten, mit unseren Emotionen in herausfordernden Alltagsituationen umzugehen. Dabei erfordern Entscheidungen weit mehr als reines Faktenwissen: sie werden maßgeblich von Selbsterkenntnis, Intuition und Emotionen beeinflusst.

Wir alle erleben Emotionen in bestimmten Situationen als überlegen – in Momenten, in denen Gefühle unser Verhalten kontrollieren und wir ohne nachzudenken reagieren. Je intensiver die Emotionen sind, desto größer ist in der Regel die Wahrscheinlichkeit, dass sie unsere Handlungen bestimmen. Da unser Gehirn allerdings so veranlagt ist, uns zu “emotionalen Wesen” zu machen, wird unsere erste Reaktion auf ein Ereignis immer emotionaler Natur sein. Über diesen Teil des Prozesses haben wir keinerlei Kontrolle. Wir haben allerdings Kontrolle über die Gedanken, die einer Emotion folgen. Wie wir auf eine Emotion reagieren, können wir also bewusst beeinflussen und steuern – und hier kommt emotionale Intelligenz ins Spiel.

Wo sitzt emotionale Intelligenz?

Die tägliche Herausforderung, effektiv mit unseren Emotionen umzugehen, ist für den Menschen durchaus kritisch. Das liegt daran, weil unser Gehirn so aufgebaut ist, dass Emotionen die Oberhand nehmen (für eine wissenschaftliche Erklärung, siehe hier). Alles, was wir sehen, riechen, hören, schmecken und berühren, wandert in Form von elektrischen Signalen durch unseren Körper bis hin zum endgültigem Ziel: unserem Gehirn.  Die Signale dringen in der Nähe des Rückenmarks in das Gehirn ein und wandern weiter bis zum Frontallappen hinter der Stirn, bevor sie den Ort erreichen, an welchem logisches Denken stattfindet. Das Problem ist, dass sie auf dem Weg durch das limbische System gehen – dem Ort, an dem Emotionen erzeugt werden. Diese Reise stellt sicher, dass wir Dinge emotional erleben, bevor unsere Vernunft einsetzt. Der rationale Bereich des Gehirns kann die vom limbischen System “empfundene” Emotion nicht stoppen, allerdings beeinflussen sich die beiden Bereiche gegenseitig und sorgen für konstante Kommunikation. Diese Kommunikation zwischen emotionalem und rationalem Gehirn ist die physische Quelle der emotionalen Intelligenz. Die Distanz zwischen diesen beiden Teilen des Gehirns erklärt somit auch, wieso Emotionen wie Ärger, Ekel oder Freude getrennt von unserem rationalen Handeln stattfinden und weshalb es im Umkehrschluss vielen Menschen schwerfällt, sachlich anstatt emotional zu reagieren.

  • Empathie – Verstehe das Gegenüber.
  • Intelligenz – Mehr als reines Wissen.
  • EQ + IQ – Zusammen und nicht getrennt.

Wie ist emotionale Intelligenz aufgebaut?

Nach Bradberry und Greaves (2018) lässt sich emotionale Intelligenz in vier Fähigkeiten unterteilen, die persönlichen und sozialen Kompetenzen zugeordnet werden können: Selbstwahrnehmung, Selbstmanagement, Soziales Bewusstsein und Beziehungsmanagement. Selbstwahrnehmung beschreibt die Fähigkeit, eigene Emotionen wahrnehmen, verstehen und interpretieren zu können. Selbstmanagement definiert die Fähigkeit diese Emotionen bewusst und positiv nutzen zu können. Diesen beiden Fähigkeiten beziehen sich auf die eigene Persönlichkeit, d.h. die Wahrnehmung und Steuerung eigener Emotionen. Soziales Bewusstsein bezieht sich darauf, Gefühle und Gedanken anderer Menschen durch Beobachten und Zuhören unabhängig von der eigenen Gefühlslage nachvollziehen zu können. Beziehungsmanagement hingegen bedeutet eigene und fremde Emotionen zum Zwecke einer erfolgreichen Kommunikation sinnvoll zu nutzen (z.B. Networking). Diese beiden Fähigkeiten lassen sich den sozialen Kompetenzen zuordnen, da sie die soziale Kompetenz im Umgang mit anderen Menschen thematisieren.

Wie kann man emotionale Intelligenz stärken?

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